Audio "Brasiliens gigantische Binnenmigration" (9:13 min)
Viele ziehen von Moskau, Istanbul oder nordafrikanischen Städten nach Berlin, Frankfurt, Hamburg – die „Migrante“ Benedita Figueiredo, 40, aus der nordbrasilianischen Küstenstadt Fortaleza hatte es erheblich weiter und blieb doch im eigenen Land. Vor über zehn Jahren legte sie im engen Rumpelbus an die 3200 Kilometer von der archaischen Slumperipherie des tropisch-heißen Fortaleza bis in die südliche, subtropische Megametropole Sao Paulo zurück – drittgrößte Stadt der Welt, Wirtschaftslokomotive und Kulturkapitale ganz Lateinamerikas, mit über tausend deutschen Multi-Filialen. Das kosmopolitische Sao Paulo ist geprägt von Japanern, Deutschen, Russen, Italienern oder Portugiesen. Doch annähernd die Hälfte der Bewohner sind Migranten des Nordostens, Nordestinos, schon an den Gesichtern, der meist geringeren Körpergröße leicht erkennbar.



